Scheunenkino und Kirschenernte

Im Juni haben wir die ersten Male unsere Scheunentore zum Scheunenkino geöffnet. Nachdem die Kinder am späten Nachmittag mit Pippi Langstrumpf den ersten Film geschaut haben, wurde einige Tage später in gemütlicher Runde „Im inneren Kreis“ geschaut. Dies wurde auch auf der offiziellen Webseite angekündigt (http://www.iminnerenkreis-doku.de/terminarchiv). Die Menschen aus Unterrieden haben sich zum Teil eigene Stühle mitgebracht und es gab selbstgemachtes Popcorn. Wir wollen diesen Sommer noch öfter Scheunenkinoabende veranstalten und werden dazu auch größer einladen. Filmwünsche können geäußert werden 🙂

Ansonsten haben wir im Juni auch viele unsere eigenen Beeren genascht. Die Johannis-, Stachel- und Himbeeren sind unser täglicher Snack und auch unser Sauerkirschbaum trug dieses Jahr fleißig. Ca 6 kg Kirschen sind jetzt eingefroren bzw. als Marmelade verarbeitet wurden. Und auch hier nochmal ein herzliches Danke an unseren Nachbarn, der uns erlaubt hat, seine Kirschbäume mitzuernten. Somit haben wir nun auch eingekochte Süßkirschen.

Sonst sind wir momentan weiter am Menschen kennenlernen, die evtl. bei uns zur Zwischenmiete einziehen mögen und haben letztes Wochenende den Fußboden für unsere neue Speisekammer versiegelt sowie die Schränke und Ablageflächen der neuen Küche geölt.

 

 

Gruppenfoto deluxe

Wir haben es uns vorgenommen und jetzt, wo der Garten eine schöne Kulisse hergibt, haben wir es umgesetzt. Nach all den Veränderungen war es Zeit für ein, zwei, drei neue Gruppenfotos. Ist ziemlich nett bei uns momentan 🙂

Übrigens suchen wir ab August noch FLINTA*- Personen zur  Zwischenmiete für ca. 6-9 Monate… 😉

8 Mai

Nachdem viele von uns am Samstag den 7.5. in Einbeck das EINschlag- Festival besucht haben, welches nun jährlich ein Zeichen gegen die rechten Strukturen in Einbeck und Umland setzen soll, haben wir den 8 Mai selber ruhiger angehen lassen. Das Banner vom letzten Jahr wurde wieder aufgehängt und ziert nun noch ein paar Wochen das Vorderhaus.

Das Banner

Ansonsten haben wir im Garten gerödelt und die Beete für die Tomaten, Gurken und co vorbereitet. Auf den Bildern kann man schon einige von unseren vielen Pflanzen erkennen, die nächstes Wochenende endlich rausgepflanzt werden.

Unsere Jungpflanzenanzucht

Auch unsere Treppe, die von der Stall Küche auf den Hof führt hat nun an beiden Seiten ein Geländer und der morgendliche Weg nach draußen fühlt sich erheblich sicherer an.

 

 

Es gibt uns noch!

Nach einer langen Phase der Stille – online, nicht auf dem Hof- melden wir uns zurück. Mit dem Ziel euch jetzt wieder regelmäßiger über die Vorgänge hier in der Mensch*Meierei auf dem Laufen zu halten.

… immer viel los im Hof

Aber hier erstmal ein Update, was bei uns so los war und ist:

In den letzten 2 Jahren hat es sehr viel Bewegung gegeben und es hat sich einiges verändert.

2020 hatten wir euch berichtet, dass die ersten Leute in das umgebaute OG des Stalls zogen. Die Zimmer haben sich nach und nach gefüllt und mittlerweile gab es schon einige Wechsel.

Es sind einige Menschen aus- und andere eingezogen.

Momentan leben wir hier mit 8 erwachsenen Menschen und einem Kind als Kommunard*innen. Die anderen Zimmer sind momentan vermietet. Ein Zustand, den wir mittelfristig ändern wollen, sodass wir uns hier alle die Verantwortung und Aufgaben (und natürlich auch den Spaß, etc.), die der Hof und die Selbstverwaltung mit sich bringen, teilen. Doch vorerst brauchen wir für uns eine überarbeitete „Gesamtperspektive“.

Eine neue Gruppe bringt eben auch neue Fragen mit sich.

Was bleibt aber auf jeden Fall? Wir betreiben nach wie vor eine gemeinsame Ökonomie und teilen unser Alltagsgeld miteinander, wollen ressourcenschonend leben und so gut es geht ökologisch handeln.

Wir sind nach wie vor Teil des Mietshaussyndikats (https://www.syndikat.org/) und Teil des nordhessischen Kommune-Netzwerks Interkomm (https://www.kommuja.de/wp-content/uploads/2019/01/Interkomm-Flyer.pdf). Diese Punkte stehen für uns fest. Vieles weitere wird sich zeigen.

Frühling 2022- es geht weiter bei uns – eigentlich standen wir nie still 😉

Und momentan?

Mit dem Einzug neuer Leute kommt auch (Frühjahrs-) Schwung in die Geschichte und wir gehen echte, physische Baustellen an, streichen allerletzte Wände und verputzen liegen gelassene Ecken. Auch der Gemeinschaftsraum wird momentan noch weiter bebaut und verschönert. Dazu kommen dann aber noch einmal kleinere Posts mit Fotos.

Auf dem Hof selbst wird fleißig gestaltet, getopft, gepflanzt, gegraben und sowohl der Garten für die eigene Versorgung in Schuss gebracht, wie auch naturnahe Gartenbereiche und sehr viel Material & Boden bewegt um gemütliche Sitzbereiche oder Rückzugsräume für Mensch & Natur zu schaffen.

Der Hof ist natürlich auch für die Kleinen ein toller Spielplatz 🙂

Auch sonst blüht das Leben nach dem pandemischen Winter auf dem Hof wieder auf. Das gute Wetter lockt Bekannte, Freund*innen, Familien und Kinder aus der Nachbarschaft an, sodass der Hof manchen Nachmittag Begegnungsort für viele Menschen ist.

Abends kann man in unserer Scheune gut die letzten Sonnenstrahlen einfangen und hat dabei diesen Blick…

Als Mensch*Meierei sind wir politischen Bündnissen in Witzenhausen beigetreten und Unterstützen die Seebrücke Witzenhausen e.V. um Witzenhausen zu einem „Sicheren Hafen“ für Menschen auf der Flucht zu machen. Aus den Wirren der Pandemie heraus hat sich außerdem das „Bündnis für ein emanzipatorisches Witzenhausen ohne Verschwörungsdenken und Antisemtismus“ gegründet, dass von uns ideell und auch personell unterstützt wird.

Das waren erstmal in aller Kürze die Neuigkeiten aus Unterrieden. Wir danken Euch, dass ihr uns auch in der Zeit der Funkstille treu geblieben seid und hoffen darauf auch mal wieder in persönlichen Kontakt zu kommen!

Wir hören oder lesen uns. Bis bald.

Früh-mer

 

Der Frühling ist da – auch wenn er sich nun zum dritten Mal wie ein Sommer anfühlt. Flankierend von der Rückkehr der Schwalben starten wir so oder so guten Mutes in unseren letzten Baustellenfrühling.

2 1/2 Jahre Baustelle neigen sich dem Ende

Es ist kaum zu glauben, aber wir sind kurz davor den zweiten Bauabschnitt – den Umbau des alten Stalls zu Wohnraum – abzuschließen. Die ersten Leute sind in das OG eingezogen. Parallel werden dort noch Wände gestrichen und Böden geölt. Unten, im EG, braucht es noch etwas mehr. Hier werden die letzten Abschlüsse verputzt. Im Anschluss werden Dielen und Fliesen verlegt. Ein paar Wochen wird es also noch bis zum finalen Abschluss brauchen. Aber im Vergleich zu den letzten Wochen und Monaten ist das nur noch ein Klaks.

Die da oben

Ja! Die da oben sind zurück – und sie brüten auch bei uns. Das erste Schwalbenpärchen hat sich am Wohnhaus über einem Fenster gemütlich gemacht. Beeindruckend wie schnell sie ihre Baustelle fertig hatten – da könnte man fast neidisch werden.

Weniger erfreulich sind die sogenannten Hygienedemos die bundesweit aufgeploppt sind und auf denen eine skurrile Mischung aus Verschwörungstheoretiker*innen, Antisemit*innen, Nazis, „Linken“ und Hippies meinen das Grundgesetzt verteidigen zu müssen. Auch in Witzenhausen finden wöchentlich Kundgebungen statt. Dabei fallen auch immer wieder Namen wie Ken Jebsen als vermeintlich seriöse Quelle. Dass selbsternannte Hüter der Wahrheit wie zum Beispiel Ken Jebsen oder auch Xavier Naidoo alles andere als Seriöse Quellen sind, kann mit drei Klicks schnell recherchiert werden. Mit nur einem Klick gibt es hier ein kurzes Video zu Ken Jebsen, Xavier Naidoo und Atilla Hildmann vom Redaktionsnetzwerk Deutschland. Ein super „Entschwörungshandbuch“ samt thematischer Homepage hat die Amadeu-Antonio-Stiftung gerade veröffentlicht.